• Birgit Lang

Neue Flutlichtanlage für den SC Moosen

Moosen – Für eine LED-Flutlichtanlage stimmten alle Mitglieder des SC Moosen, die bei der Jahreshauptversammlung im ausreichenden Abstand sitzend im Gasthaus Zuhr anwesend waren. Damit würde sich der Sportverein jedes Jahr 1.180 Euro Kosten an Energie sparen. Aber das war nicht der einzige Grund für das einstimmige Votum.

Der neu gewählte 2. Vorsitzende Antonio Ostenrieder hatte vorab die Beweggründung für die Umrüstung erklärt. Im Vorfeld habe er sich mit Sepp Galler und Gerhard Eichinger besprochen, beide Elektriker und engagierte SCM-Mitglieder. „Wir haben jetzt schon so viel für den Verein erreicht, jetzt müssen wir auch mal was in puncto Nachhaltigkeit machen“, meinte Ostenrieder. Wegen Corona habe sich auch das Thema LED-Technik im Gremium etwas verzögert.

Der Antrag für eine LED-Flutlichtanlage müsse noch dieses Jahr gestellt werden, deshalb eile die Entscheidung. „Wir haben eine Erneuerung des Trainings- und Kleinfeldplatzes in nachhaltige LED-Technik geplant“, sagte er und betonte, dass es eine Investition in die Zukunft und für die Jugend sei. „So ein Sportgelände, wie wir es haben, hat auch eine nachhaltige Flutlichtanlage verdient.“ Optional in die Planung sei auch eine LED-Beleuchtung des Hauptplatzes komplett mit sechs Masten und LED-Flutern eingegangen. Ist-Zustand sei, HLO-Technik am Trainings- Und Kleinfeldplatz, Masten seien vorhanden mit acht Strahlern beziehungsweise vier Strahlern. Für die derzeit eingesetzten HLO-Lampen gebe es aber keinen Ersatz mehr. „Wir müssen uns also so oder so Gedanken darüber machen.“

Weil das ganze Projekt durch den Hauptplatz etwas gewachsen sei, habe man sich die Meinungen umliegender Sportvereine eingeholt, die auch gerade die Umrüstung vollzogen hätten. Die Planung habe Eichinger übernommen. Die Firma Bauer aus Buchbach, für die er arbeitet, habe alles berechnet, wie viele Lampen nötig und wie hoch die Kosten seien und ein entsprechendes Angebot vorgelegt. Wenn man auch den Hauptplatz umrüste, brauche es spezielle Lampen zur Straßenseite hin, erörterte Ostenrieder weiter, „damit wir nicht auf die Straße leuchten“. Nachdem alle Daten und Fakten vorlagen hätten, habe sich der Vorstand entschlossen, das komplette Sportgelände umzustellen und den Antrag an das Bundesumweltamt zu stellen, dass dafür eine Förderung von 35 Prozent in Aussicht stelle. Dieser Antrag müsse aber noch dieses Jahr erfolgen. Grundvoraussetzung für das Ja zur Umrüstung, sei diese Förderung, so der 2. Vorsitzende.

Derzeit liege der Verbrauch der bestehenden Flutlichtlampen mit 2000 Watt bei 11.529 Wattstunden und damit 3.456 Euro Stromkosten im Jahr. Die neuen acht Lampen mit 868 Watt und 7585 KW-Stromverbrauch würden auf 2.275 Euro Kosten kommen. Die Ersparnis liege laut Sepp Galler damit bei 1.180 Euro pro Jahr, fuhr Ostenrieder fort. Diese Gegenüberstellung würde das Umweltamt verlangen, denn sie würden die nachhaltigen Einsparungen abfragen. In zehn Jahren würde sich die Anschaffung amortisieren, meinte er und schob sogleich seinen Kostenplan nach: Das Angebot inklusive Steuern liege bei 77.705 Euro, der Anteil an reiner Technik bei rund 42.000 Euro und für Material und Arbeit bei etwa 35.000 Euro. Von der Mehrwertsteuer in Höhe von 12.406 Euro erhalte der Verein 8.800 Euro an Vorsteuer zurück, argumentierte der 2. Vorsitzende weiter.

Die mögliche Förderung des Umweltamt würde sich auf 27.200 Euro belaufen. Hinzu kämen 20 Prozent Zuschuss vom BLSV, als 15.500 Euro, 10 Prozent vom Landkreis, also 7.770 Euro sowie 15 Prozent von der Gemeinde sprich 11.600 Euro. Insgesamt wären dies circa 54.300 Euro an Förderungen. Damit verbleibe ein Eigenanteil für den SCM von 23.500 Euro. Die Umsetzung könnte frühestens nächstes Jahr erfolgen. Die Zustimmung der Anwesenden sei jetzt nötig, „damit wir die Förderung heuer noch eintopfen können“. Der Hauptplatz werde kein Trainingsplatz werden, aber man werde dadurch flexibler und könne auch schöne Spiele abends austragen. „Das könnte ein Traum werden.“

Mitglied und Wirt Manfred Zuhr warf ein, dass der Verein seine Hausaufgaben noch nicht gemacht und das alte Vereinsheim saniert habe. Heuer werde es auf alle Fälle noch ausgeräumt, versprach Ostenrieder. Alles weitere Notwendige könne dann in der Zeit erledigt werden, bis man den Zuschuss vom Umweltamt kriege, was wegen Corona noch dauern dürfte.

Auch 1.Vorsitzender Manfred Slawny betonte, dass die Zeit dränge. „Solange noch Förderungen da sind, müssen wir den Antrag stellen. Wir wissen nicht, ob es sie ewig gibt.“ Die Maßnahme werde sich noch etwas ziehen, schließlich würde auch die Prüfung durch die Behörde noch etwas dauer. In der Zwischenzeit könne man das alte Vereinsheim auf Vordermann bringen.

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